Schwimmweste Rettungsweste Unterschied

Der Unterschied zwischen Schwimmweste und Rettungsweste

Die Schwimmweste dient in erster Linie dazu, ihnen im Wasser genügend Auftrieb zu verleihen um selbstständig an ein rettendes Ufer oder zum Boot schwimmen zu können, wenn Sie ins Wasser gefallen sind. Schwimmwesten zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie Sie bei ihren Schwimmbewegungen nicht einschränken oder behindern.

Die Rettungsweste hingegen kommen eher auf hoher See zum Einsatz. Das Ziel der Rettungsweste ist es nicht, dass Sie mithilfe der Weste zum rettenden Ufer schwimmen können. Die Rettungsweste ist dafür gemacht, Sie auf offener See am Leben bzw. über Wasser zu halten auch für einen Zeitraum von mehreren Stunden oder sogar Tagen. Mit einer Rettungsweste sind Schwimmbewegungen teils möglich aber nicht zwingend erforderlich.

Unterschiede in Material und Technik

Weitere Unterschiede zwischen Schwimmweste und Rettungsweste liegen im verwendeten Material und der damit verbundenen Auftriebsstärke.

Schwimmwesten sind i.d.R. Feststoffwesten und bestehen zum überwiegenden Teil aus Schaumstoff. Daraus ergibt sich je nach Modell ein Auftrieb von ca. 50 – 100 N. Sie gehört zu den Schwimmhilfen.

Rettungswesten sind sogenannte Automatikwesten, die mit Wasserkontakt auslösen und sich mit Luft füllen und aufblasen. Ein Rettungsweste hat einen Auftrieb von mindestens 150 N – es lassen sich aber durchaus auch Westen mit 300 N käuflich erwerben.

Wie viel Auftrieb Sie bzw. ihre Rettungsweste benötigt können Sie demnächst bei uns nachlesen. Häufig werden die Begriffe Schwimmweste und Rettungsweste synonym genutzt. Wer es besonders richtig machen möchte schaut in die Europäische Norm. Dort wird zwischen Schwimmhilfen und Rettungswesten unterschieden.

Rettungswesten sind Ohnmachtssicher, Bedeutung

Rettungswesten sind immer Ohnmachtssicher. Ohnmachtssicher bedeutet, dass der Träger im Falle einer Ohnmacht nicht befürchten muss, mit dem Kopf nach vorne im Wasser zu treiben. Durch die Anordnung der Luftkammern wird gewährleistet, dass der Träger der ohnmachtssicheren Rettungsweste sich immer mit dem Rücken im Wasser befindet und Mund wie Nase oberhalb des Wasserspiegels frei liegen. Im Falle einer Ohnmacht droht somit nicht der Tod durch Ertrinken.

Es gibt auch ohnmachtssichere Schwimmwesten (Schwimmhelfen) die den selben Effekt haben. Im Zweifel aber bitte die Herstellerbeschreibung ganz aufmerksam und genau lesen bevor Sie ein Schwimmweste kaufen,  da der Begriff ggf. fälschlicherweise verwendet wird.

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